Montag, 8. Oktober 2012

...und was sagt man zum Abschied?

Gestern habe ich eine Freundin besucht, die seit einigen Tagen auf der Palliativstation liegt.
Sie hat Krebs, schon einige Jahre, und nun stirbt sie. 

Wir haben immer sehr offen über ihre Situation geredet und auch zusammen viel über den Tod bzw. das Sterben gesprochen.

Ein Buch, dass uns beiden in diesem Zusammenhang sehr gefallen und geholfen hat, ist "Dienstags bei Morrie  - Die Lehre eines Lebens" von Mitch Albom (den Film fanden wir nicht so gut - sehr amerikansich...).
In dem Buch erfährt ein Sportjournalist, dass sein alter Mentor aus Studienzeiten im Sterben liegt. Er besucht ihn - immer dienstags - und bekommt eine "last lecture" über die Weisheiten eines Lebens und über das Sterben.

Was mir an dem Buch besonders gefällt, ist der natürliche Umgang mit dem Sterben, eine Perspektive, die den Tod als Teil des Lebens annimmt und nicht tabuisiert oder verdrängt. Es zeigt, dass Sterben nicht nur angstvoll sein muss.


Und so habe ich mich gefreut, als meine Freundin gestern auf meine Frage, wie sie sich denn fühle, sagt, dass sie ruhig sein - und auch gespannt.

Sie wird vermutlich innerhalb der nächsten Wochen sterben und es war klar, dass wir uns das letzte Mal gesehen haben.

Mir war es wichtig, ihr noch sagen zu können, dass sie mein Leben bereichert hat und ich auch in Zukunft oft an sie denken werde.

Dieses Armband hat sie mir als Erinnerung an sie geschenkt.

...und was sagt man in so einer Situation zum Abschied?


Kommentare:

  1. Ich denke, Du hast was sehr schönes gesagt, mit den Worten, dass sie dein Leben bereichert hat.

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