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Mittwoch, 2. Juli 2014

Nix für Turnbeutel-Vergesser!


Hallo Ihr Lieben!

Da das Goldlöckchen bald in den Kindergarten kommt, müssen nun einige Sachen noch angeschafft werden, unter anderem ein Turnbeutel - und da ist es mir natürlich eine Ehre, diesen selbst zu nähen!



Ich habe mich nach dieser Anleitung gerichtet, die Maße allerdings etwas "metrisch aufgerundet"...d.h. Ihr braucht:
  • 60 x 30 cm & ca. 20 x 20 cm festen Stoff (Ich habe eine altes Bettlaken recycled...)
  • 2 x ca. 20 cm Schrägband oder entsprechende Stoffstücke für den Tunnel
  • ca. 62 cm Schrägband für den oberen Abschluss (da kann man natürlich auch einen Saum nähen,  dann noch ca. 3 cm bei den 30cm dazu rechnen)
  • ca. 160 cm Schrägband, Kordel oder sonstiges Band für die Schnüre
  • Bänder, Applikationen, Zeugs zum Betüddeln...
  • Nähmaschine und Zubehör

Los geht's:
  1. Das Stoffrechteck waagerecht vor Euch legen und erstmal ordentlich betüddeln! Um Bänder und Borten gerade anzunähen, habe ich gute Erfahrungen damit gemacht, ein paar parallele Linien mit weichem Bleistift (wäscht sich raus) vorzuzeichnen, dann braucht man die Bänder nicht festzustecken sondern kann sie immer wieder während des Nähens gerade ausrichten. Bei Applikationen darauf achten, dass sie nicht zu breit sind (wie in meinem Beispiel...) sonst kann man sie nicht mehr gut erkennen, wenn die Öffnung gerafft wird.
  2. Die beiden Schrägbandstreifen bzw. Stoffstücke für den Tunnel ca. 7 cm vom oberen Rand aufnähen - die kurzen Seiten vorher einschlagen und nicht festnähen!!!
  3. Die Seitennähte schließen - ich habe das mit der Overlock gemacht, wenn ihr die Nähmaschine nehmt, versäubert die Kanten vorher oder hinterher noch mit einem Zickzack-Stich.
  4. Jetzt wird's mathematisch! Messt am unteren (! Ich habe natürlich erstmal den Boden an der oberen Öffnung angenäht...) Rand die Strecke zwischen Naht und Stoffbruch und verdoppelt den Wert: Das ist der Umfang unseres Kreises bzw. Bodens. Um jetzt den Durchmesser zu errechnen, diesen Wert durch "pie", also 3,14159 teilen. (Ich hatte 58 cm Umfang und einen Durchmesser von ca. 18,5 cm)
  5. Ein Quadrat mit den Seitenmaßen Eures Durchmesseres (18,5 x 18,5 cm) zuschneiden, zusammenklappen und "pie mal Daumen" eine Rundung einzeichnen (Ihr könnt natürlich auch den Radius ausmessen und einzeichnen = 1/2 Durchmesser).
  6. Jetzt sieht es so aus, als würde die Bodenplatte nie und nimmer an das Seitenteil dranpassen - tief durchatmen und erstmal mit möglichst vielen Nadeln feststecken... Siehste! Geht doch! Festnähen und ggf. die Naht versäubern.
  7. Nun das Schrägband am oberen Rand annähen (Anleitung Schrägband annähen, Anleitung Schrägband ordentlich schließen) oder den Saum umnähen.
  8. Nun die Schnüre herstellen, dafür entweder Schrägband auf 2 x 80 cm zusammennähen oder Kordeln oder Schnüre in der Länge finden. Die Schnüre durch den Tunnel fädeln - am besten mit Hilfe einer Sicherheitsnadel. Dabei darauf achten, dass die offenen Enden einmal zur einen und zur anderen Seite heraushängen. Schnüre verknoten.
  9. Fertich!


Wenn Ihr nach dieser Anleitung etwas näht, freue ich mich sehr über Links zu den fertigen Werken im Kommentarfeld!

Liebe Grüße aus Paderborn

Daniela

Sonntag, 22. Juni 2014

Gut beschürzt ist halb gewaschen!


Hallo, Ihr Lieben!

Da das Goldlöckchen nun vermehrt in der Küche hilft (und selbstverständlich auch eine eigene kleine Küche hat, in der von morgens bis abends Nudeln gekocht werden...), ist es an der Zeit, an das Thema "Sicherheit am Arbeitsplatz" zu denken!

Eine Kinderschürze muss her!

...und zwar am besten eine, die man auch ganz alleine an- und aus-ziehen kann.
Auf der Suche nach einem einfachen (kostenlosen) Schnittmuster bin ich über die Montessori Child's Apron von sewliberated gestolpert (mittlerweile gibt es noch eine etwas ausgefeiltere Version der Anleitung).

Und so sieht meine Version der Schürze aus - komplett aus Stoffresten:


 ...im Detail:

...und im Einsatz:


...außerdem ist mal wieder eine U-Heft-Hülle von meiner Nadel gesprungen - Ollily-Style, so bunt bin ich sonst eigentlich gar nicht...:



So viel dazu...bis zum nächsten Mal!

Liebe Grüße aus Paderborn

Daniela


 

Sonntag, 30. Juni 2013

Geflicktes!


Hallo Ihr Lieben!

Kann man wehmütig auf zukünftige Ereignisse blicken? Ich jedenfalls war etwas wehmütig, als ich die ersten Knie-Löcher in den Jeans vom Goldlöckchen fand. Die ersten von wahrscheinlich vielen Tausend - wenn sie nur annährend das Im-Matsch-Spiel-und-Dämme-im-Bach-Bau-Erbe ihrer Mutter antritt...

Also habe ich mich auf die Suche nach kreativen Möglichkeiten des Jeans-Stopfen gemacht und bin auf einige tolle Ideen gestoßen - die ich gleich auf einer eigens dafür geschaffenen Pinterest-Pinnwand gesammelt habe: Schaut doch mal vorbei!

Den absolut besten Trick beim Mini-Jeans-Stopfen fand ich, die Innennähte der Beine aufzutrennen - ABER NUR BIS ZUM SAUM! Die dicken, knubbeligen und schlecht zu nähenden 4-fach-Lagen Jeans muss meine Maschine damit nicht bewältigen!


Und so geht's:
  1. Zu flickende Jeans an den Innennähten auftrennen - nur bis zum Saum!
  2. Motiv aussuchen und spiegelverkehrt auf Vliesofix aufmalen und exakt (!) ausschneiden
  3. Alte Jeans von Mama schlachten und Vliesofix-Motive darauf aufbügeln
  4. Motive aus Jeans ausschneiden - dabei ca. 3 mm Rand (quasi "Nahtzugabe") zum Vliesofix lassen, damit die Flicken an den Rändern später schön ausfransen können
  5. Die Flicken auf Hose Nr. 1 aufbügeln und mit farbigem Garn (rosa geht immer!) mehrfach die Kontur mit etwas Rand nachnähen. Das soll extra ein bisschen unordentlich aussehen... (Nicht vergessen: Jeans-Nadel benutzen!)
  6. Die Hose an den Innennähten wieder zusammennähen und ggfs. mit Zickzack-Stick versäubern - Fertich!

...und so sieht das dann im Einsatz aus:


 Was habt Ihr für kreative Flick-Ideen?

Liebe Grüße

Daniela

 

Samstag, 23. März 2013

...and the legend...ähm, the T-Shirt lives on!


Hallo Ihr Lieben!

Heute zeige ich Euch mal ein kleines "Upcycling Projekt" oder auch: T-Shirts - aus 2 mach 1!

Mein Lieblingsschwager ist ein ganz klitzeskleines bisschen Motorrad-verrückt und fand es natürlich super, als seine Mädels ein kleines T-Shirt mit einer coolen Maschine drauf tragen konnten. Jetzt sind die Mädels groß ("Ich bin schon 5!") und das T-Shirt passt nicht mehr.

Also die Frage an mich, ob ich nicht irgendwie das Motiv auf ein großes Schwager-T-Shirt basteln könne - kann ich! Und für Lieblings-Schwager, die dann auch noch Geburtstag haben, sowieso!

Ich habe mich dabei an diese Anleitung von jrsewing gehalten:



Da ich nicht auf Sweat sondern auf Jersey appliziert habe, habe ich sicherheitshalber eine Jersey-Nadel genommen, einen elastischen Gradstich gewählt und auch Stickvlies drunter gelegt.
Da man an der Struktur der Applikation schon ein bisschen sehen kann, an welchen Stellen das "Klebeband" drunter ist, empfehle ich, dieses relativ bündig nebeneinander "aufzukleben".

So sahen die T-Shirts vorher aus (natürlich habe ich erst nach dem ersten Schnippeln daran gedacht, für Euch Photos zu machen):


Um das Motiv möglichst mittig auszuschneiden, habe ich das T-Shirt kreuzweise so gefaltet, dass der Mittelpunkt genau in der Mitte des Motives lag und dann einen möglichst großen Kreis drumherum geschnitten.

Dann bin ich nach der Anleitung vorgegangen, habe aber darauf geachtet, am Rand noch ca. 2 cm breit Platz ohne Klebestreifen frei zu lassen, damit ich das später ausfransen kann.

Anschließend in genau diesem Abstand von 2 cm 3 Mal drumherum nähen (elastischer Gradstich), dabei "gewollt unordentlich" vorgehen und den Rand außen stehen lassen.
Den Rand fransig einschneiden, auch hier wieder gewollt unordentlich.

...und nach dem Waschen und Trocknen und einer kleinen wilden Nachbearbeitung der Fransen mit der Schere, sieht das Ganze nun so aus:





...bin ich eigentlich die einzige, die Photos super-schnell machen muss, weil sonst eine neugierige Nase ins Bild gekrabbelt kommt?


Liebe Grüße und frohe Ostern!

Daniela